Blogeinträge (themensortiert)

Thema: * Brauchtum

13. Dezember: Santa Claus, Northpole


Der Brief an den Nikolaus dürfte für jeden einmal an der vorweihnachtlichen Tagesordnung gestanden haben. Aber hast du auch schon einmal an Santa Claus geschrieben? Du hast keine Adresse? Dann kann ich dir hiermit weiterhelfen. Es gibt sie und es gibt auch Antwort!

Kanadas nahezu wichtigste Adresse lautet: Santa Claus, North Pole H0H 0H0, Canada. 
Es ist wohl eine weltweit lieb gewonnene Tradition, an den Santa Claus am North Pole, zu schreiben, denn wie sonst sollte es möglich sein, dass Santa Claus in 30 Sprachen antworten kann? Inkl. Blindenschrift!! Das ist Übung! Und Übung macht den Meister.

Du willst es ausprobieren?
Beachte folgende Punkte:
  • Vergiss deine Adresse nicht und lege sie deinem Brief bei. Natürlich weiß Santa, wo du wohnst, aber das Team von der Post braucht vielleicht ein paar Instruktionen. Wir möchten doch sicher gehen, dass die Post von Santa auch tatsächlich pünktlich zu Weihnachten bei dir ankommt. 
  • Porto ist nett aber nicht nötig. Aber vielleicht legst du ein paar Sticker mit rein, denn die mag Mrs. Claus.
  • Sende deinen Brief bald - am besten vor dem 16. Dezember, so das Santa genug Zeit hat, deinen Brief zu lesen und dir zu antworten. 

Ich hab zu diesem Thema mal bei Wikipedia gestöbert und fand dazu folgendes: 
H0H 0H0 ist eine Postleitzahl der kanadischen Post, an die seit 1982 Briefe für den Weihnachtsmann adressiert werden können. Sie folgt in ihrem Aufbau dem in Kanada üblichen Schema für Postcodes, die aus einer Folge "Buchstabe - Ziffer - Buchstabe - Ziffer - Buchstabe - Ziffer" bestehen. Die erste Dreierkombination in diesem System dient dabei der überregionalen Zuordnung einer Postsendung, die zweite Dreierkombination der lokalen Zustellung. Der Buchstabe "H" an erster Stelle ist dabei der Metropolregion Montreal zugeordnet. Der Code "H0H 0H0", eine Anspielung auf den traditionellen Ausruf "Ho Ho Ho!" des Weihnachtsmanns in Nordamerika, stellt somit eine Ausnahme von diesem System dar.
Durch den eigenen Postcode ist sichergestellt, dass unabhängig von der Sprache oder sonstigen Angaben in der Anschrift keine an den Weihnachtsmann gerichtete Sendung verloren geht. Die Kanadische Post erhält pro Jahr rund eine Million Sendungen, die an diesen Code adressiert sind. Die Gesamtzahl der Sendungen seit 1982 beträgt über zehn Millionen. Rund 15.000 freiwillig tätige Mitarbeiter der Post sorgen dafür, dass jeder dieser Briefe in der Sprache beantwortet wird, in der er geschrieben wurde.

Ich freu mich über deine Nachricht, ob du es ausprobiert hast und ob du Antwort bekommen hast. Lass es mich wissen :-) 
Ho ho ho.... 


Nickname 13.12.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

5. Dezember: Elf in the Shelf 2018

Oh! Nur noch 19 Tage bis Weihnachten! Und Weihnachten ohne den Elf in the Shelf geht nun gar nicht mehr.  Gut eingelebt hat er sich und natürlich fällt ihm auch wieder der ein oder andere Schabernack ein.


So hab ich ihn doch tatsächlich in meinem Adventskalender sitzend vorgefunden. Dabei weiß ich ganz genau, dass ich ihn noch am Abend zu vor neben meinen kleinen Tageszähler gesetzt habe. Wie jeden Abend....
Siehst du, wohin sein Blick fällt?



Ob ER mir die Nummer 25 in meinen Kalender gezaubert hat??? 






Nickname 05.12.2018, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

15. Dezember: Elf on the Shelf


Noch 9 Tage bis Weihnachten und wie sieht es mit dem üblichen Weihnachtsstress aus? Bei mir tobt er arg und so hänge ich mit dem ein oder anderen To-Do mächtig hinterher. Aber ich lass mich nicht beirren ;-)
...weiterlesen

Nickname 15.12.2017, 10.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

10.Dezember: Neunerlei

Aus dem Erzgebirge kommt der alte Weihnachtsbrauch NEUNERLEI. Teiweise wird dieser Brauch auch im Vogtland und im Egerland am Heiligabend gepflegt.
Mundartlich "Neinerlaa" wird hier von einem Weihnachtsessen gesprochen, das aus neun Gerichten, oder deren Bestandteilen, besteht. Das kann sehr unterschiedlich gehalten werden.

Hier ein Bespiel (gefunden bei Wikipedia)

Neunerlei-Karte aus der Saigerhütte Grünthal
Ein Beispiel für solch ein Essen wäre Bratwurst mit gekochten Kartoffelklößen, Sauerkraut und darüber zerlassene Butter. Als Nachtisch gibt es Sellerie, dann eine Linsensuppe und zum Schluss Heidelbeerkompott. Brot und Salz stehen immer auf dem Tisch bereit.

Die einzelne Gänge und Zutaten des Menüs haben jeweils eine bestimmte Bedeutung:
  • Bratwurst steht zum Erhalt von Herzlichkeit und Kraft
  • Sauerkraut steht dafür, dass einem das Leben nicht sauer wird
  • Linsen stehen dafür, dass einem das Kleingeld nicht ausgeht
  • Klöße, Karpfen und Hering stehen dafür, dass das große Geld nicht ausgeht
  • Gans, Schweinebraten und Kuhhase stehen dafür, dass einem das Glück treu bleibt
  • Kompott steht dafür, dass man sich des Lebens erfreuen kann
  • Semmelmilch steht dafür, dass man nicht erkrankt
  • Nüsse oder Mandeln stehen dafür, dass der Lebensalltag im nächsten Jahr gut abläuft und
  • Pilze oder rote Rüben schließlich sollen Freude und Glück bringen oder gutes Wachstum für das Getreide bedeuten.

Das Neunerlei soll als Neun-Gänge-Menü serviert werden - das ist wohl sehr wichtig.

So unterschiedlich die Zusammensetzung der Menüs, von Ort zu Ort, von Familie zu Familie, so bilden die Linsen als auch die Klöße, die magische Zahl 9 (Verdreifachung der Hl. Dreifaligkeit: Gott Vater, Sohn und Hl. Geist), die verbindenden Elemente.



Nickname 10.12.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

22. Dezember: Der Mistelzweig

Misteln sind Pflanzen der Gattung Viscum aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Früher wurden die mehr als drei Dutzend Viscum-Arten und die ihnen nahestehenden Gattungen wie z. B. Arceuthobium und Korthalsella in eine Familie namens Viscaceae gestellt. Misteln sind halbparasitische, epiphytische Sträucher. Vor allem in den Tropen und Subtropen kommt diese Lebensform auch in anderen Pflanzenfamilien vor, z. B. in den entfernt verwandten, artenreichen Riemenblumengewächsen (Loranthaceae). Quelle Wikipedia

Diese Beschreibung klingt doch ziemlich nüchtern und so ganz und gar nicht weihnachtlich oder romantisch. 
Schaut man aber nach England und USA findet man in der Weihnachtszeit an Decken und Türrahmen, hübsch aufgeknotet, Mistelzweige. 
"Kiss me under the mistletoe!" so die Aufforderung. Es ist Weihnachtsbrauch sich unter aufgehängten Mistelzweigen zu küssen. Woher dieser Brauch kommt ist unbekannt.  

Der Mistelzweig hat außerdem eine symbolische Bedeutung in der germanischen Mythologie. So tötete der Gott Loki Balder, den Sohn Odins und Friggs, indem er dem blinden Hödr einen Mistelzweig auf den Bogen spannt und auf ihn zielen lässt. Misteln sind Balders "Achillesferse", da alle anderen Elemente der Erde geschworen haben, dem schönen, jungen Gott nichts zu Leide zu tun.

Aber nicht nur in der germanischen Mythologie sind Misteln zu finden. Misteln sind wichtiger Bestandteil eines jeden Asterix-Comics. Sie gehören in den Zaubertrank des Druiden Miraculix. Erst die Misteln verleihen dem Trank und letztendlich den Galliern unglaubliche Kräfte zur Verteidigung des letzten von den Römern noch nicht eingenommenen Dorfes.

Folgende, volkstümliche Bezeichnungen sind der Mistel verliehen: Druidenfuß, Donnerbesen, Hexenbesen, Bocksbutter, Hexenkraut, Wintergrün, Albranken, Vogelkraut oder Kreuzholz.

Um noch einmal auf den botanischen Namen der Mistel "Viscum album" zurückzukommen: Das lateinische Wort Viscum bedeutet so viel wie Leim oder Klebstoff. Zerdrückt man die weißen Scheinbeeren, bleiben Schleimfäden, und zwar ziemlich zähe, an den Fingern kleben. Die Römer vermischten diese Masse mit Honig und anderen Zutaten und nutzten das Ganze als Klebstoff.

Sich unter einem Mistelzweig zu küssen, ist eindeutig die schönere Sache und irgendwie bedeutet das ja auch "aneinander kleben zu bleiben", umgangssprachlich betrachtet: Küssen sich zwei Menschen unter einem Zweig, werden sie ein glückliches Paar.


Nickname 22.12.2016, 17.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Christbaum loben

Neben all der Weihnachtsfröhlichkeit schadet es auch nicht auf Tradition und Brauchtum zu schauen :-)

Kennst du das "Baum loben"? 

Dieser Brauch ist in Schwaben zu Hause und wurde/wird vor allem in den ländlicheren Gegenden des Schwabenländle zelebriert. Vom 1. Weihnachtsfeiertag bis zum 6. Januar gehen Nachbarn, Freunde, Familienmitglieder von Haus zu Haus und schauen sich die Christbäume an. Es wird gelobt, was das Zeug - bzw. der Baum - hält. Für jedes Lob gibt es ein Schnäpschen und über all das Lob und den Schnaps wuchs so, ganz nebenher, die Gemeinschaft eines Dorfes. 

image: "Victoria albert“ von The Illustrated Londons News - [1]. Lizenziert unter Bild-PD-alt über Wikipedia

Nickname 09.12.2015, 21.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Adventskalender - die Erfindung einer Mutter

Vor gut 100 Jahren gab es einen kleinen Jungen, der in der Adventszeit fürchterlich ungeduldig war. Ständig fragte er seine Mutter: "Wann ist denn endlich Weihnachten?" Da hatte seine Mutter eine Idee: Sie nahm einen schönen großen Karton und und malte 24 Felder darauf. Dann besorgte sie ebenso viele kleine Schächtelchen, in die je eine kleine Überraschung steckte. Anschliessend klebte sie die Schächtelchen auf die 24 Felde.

Der kleine Junge durfte nun jeden Tag eines der Schächtelchen öffnen. So konnte er zugleich sehen, wie die Zeit bis Weihnachten immer kürzer wurde.

Die Freude über den Adventskalender hat der Junge nie vergessen und als er erwachsen war, fing er an, selbst Kalender zu basteln, die er dann verkaufte.



Adventskalender auf Beas Weihnachtszeit


weiterführende Links:

Adventskalender
Sellmer-Verlag

Nickname 01.12.2010, 12.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL