Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag:

Weihnachten, ein Fest der Kinder?

Phantasie ist wichtiger als Wissen,

denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein


Er hat recht, der gute Herr Einstein. Mit unserer Phantasie können wir viel, viel mehr Weite schaffen, als mit unserem Wissen - Phantasie ist grenzenlos.

Erinnern Sie sich noch an Ihre Kindheitsphantasien zur Weihnachtszeit?
Weihnachten hatte diesen unbeschreiblichen Zauber inne. Der Gedanke an den Weihnachtsmann oder das Christkind zauberte ein Kribbeln in unseren Bauch und wir warteten gespannt auf das klingeln des "Glöckchens" um endlich vor dem hellerleuchteten Weihnachtsbaum stehen zu dürfen. Wie hat das Christkind das nur geschafft, den Baum so schön zu schmücken und all die Geschenk zu tragen (und dabei nicht gesehen zu werden)?
Wie macht das der Weihnachtsmann? Krabbelt der nun wirklich durch den Kamin? Hab ich da am Himmel nicht einen Schlitten fahren sehen?
Möchten Sie bei solchen Erinnerungen auch hin und wieder diese Gefühle noch einmal erleben dürfen - Kind sein können und dürfen?

Tun Sie es einfach.
Seien Sie ruhig hin und wieder so richtig kind(isch).
Das tut niemanden weh - dafür unheimlich gut.

Johann Friedrich von Schiller sagte einmal:
Laß mich ein Kind sein, sei es mit.

Laotse sprach:
Der Weise ist wie ein kleines Kind. Er kehrt zu den Anfängen zurück und lebt wieder wie ein Kind.

Und Arthur Schopenhauer meinte:
Wer nicht zeitlebens ein großes Kind bleibt, sondern ein ernsthafter, nüchterner, durchweg gesetzter und vernünftiger Mann wird, kann ein sehr nützlicher und tüchtiger Bürger dieser Welt sein; nur nimmermehr ein Genie.

Nickname 17.11.2009, 00.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Falls die weiße Weihnacht ausfällt ...

flocke2.jpgkönnen wir die Sache auch selbst in die Hand nehmen.

Inzwischen können wir uns des hilfreichen Webs bedienen und so gibt es doch tatsächlich eine Seite, die uns beim Schneeflocken-Basteln hilft:

> Snowflakes

Das Ergebnis kann man sich per Mail schicken lassen, auch Freunde beglücken.
Übrigens macht das Stöbern in der Galerie auch viel Freude.

Nickname 17.11.2009, 00.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vom Schenken

Schenke groß oder klein, aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,
sei dein Gewissen rein.


Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei, was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so daß die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.


Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk, daß dein Geschenk
du selber bist.


Joachim Ringelnatz

Nickname 17.11.2009, 00.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Traum

Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.


Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten rings umher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.


Und Zuckerpuppen hingen dran,
das war mal eine Pracht!
Da gab's, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.


Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.


Da wacht' ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war´s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find' ich dich?


Da war es just, als rief er mir:
"Du darfst nur artig sein;
dann steh' ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!


Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil'ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum."


> August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Nickname 17.11.2009, 00.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Weihnachtsabend

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
Der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war's; durch alle Gassen scholl
Der Kinderjubel und des Markts Gebraus.


Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
Drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr:
"Kauft, lieber Herr!" Ein magres Händchen hielt
Feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.


Ich schrak empor, und beim Laternenschein
Sah ich ein bleiches Kinderangesicht;
Wes Alters und Geschlechts es mochte sein,
Erkannt ich im Vorübertreiben nicht.


Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,
Noch immer hört ich, mühsam, wie es schien:
"Kauft, lieber Herr!" den Ruf ohn Unterlass;
Doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.


Und ich? - War's Ungeschick, war es die Scham,
Am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh meine Hand zu meiner Börse kam,
Verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.


Doch als ich endlich war mit mir allein,
Erfasste mich die Angst im Herzen so,
Als saß mein eigen Kind auf jenem Stein
Und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

 

Nickname 17.11.2009, 00.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mäusemann Fritz

... und eine Decke für das Jesuskind



maus.jpgIn einem kleinen Dorf, in einem fernen Land - weit weg von hier, lebte das Fritzchen, ein Mäusemann. Er wohnte in einem kleinen Häuschen. Er hatte sein Bett, in das er sich schlafen legen konnte. Er besass ein hübsches kleines Wohnzimmer, in dem der immer sass, wenn er sich ausruhen, lesen oder nur so vor sich hinträumen wollte. Auch einen kleinen Garten besass er. Alles war natürlich in Mäusegrösse, also nicht sonderlich groß, wenn man sich vorstellt, wie groß so ein kleiner Mäusemann werden kann.

 Mäusemann Fritz war ein zufriedener Mäusemann und liebte sein kleines, aber feines Zuhause.

Eines Abends, es war Winterszeit, da passierte es!
Fritzchen konnte nicht einschlafen, setzte sich an sein Fenster und sah nach draussen.

Ihm war ganz sonderbar zumute und er wußte gar nicht warum. Woher auch, denn eigentlich war es ja ein Abend wie alle anderen Abende. Die Schneeflocken fielen vom Himmel und legten sich sanft und sacht auf die Erde, gerade so, als wollten sie eine weiche Decke zaubern und alles warm zudecken.

 Wenn man Schneeflocken betrachtet, dann denkt man gerne an ewas weiches und zartes, nicht wahr? Wie Federn wirken sie.

flocke.jpgWie also Fritzchen so den Schneeflocken bei ihrem Treiben zuschaut, setzt sich auf sein Fensterbrett eine winzige Flocke - nein, eigentlich kann man gar nicht sagen, dass sie sich hinsetzte - sie stand förmlich vor ihm.

 Auch wenn sie winzig klein war, so plusterte sie sich wahrlich auf um die Aufmerksamkeit vom kleinen Fritz auf sich zu lenken. Was ihr auch vortrefflich gelang, denn Fritzchen lenkte seinen Blick auf sie und staunte sie an. Kein Wunder, er hatte noch nie eine Schneeflocke gesehen, die sich hinstellte und aufplusterte und das war noch nicht alles. Nein, kaum zu glauben, aber er vermeinte, zu sehen, dass die Schneeflocke mit ihm sprach. Das konnte er nun ganz und gar nicht glauben. Um sicher zu gehen, öffnete er das Fenster, beugte seinen Kopf ein wenig nach vorne und ein Stück runter - soweit, dass sein Ohr der kleinen Schneeflocke näher kam und da vernahm er es: ein leises, zartes Stimmchen! Tatsächlich, die Schneeflocke konnte sprechen. Fritzchen war verwirrt und wußte nicht, was er glauben sollte. Vielleicht irrt er sich ja auch und er träumte nur. Er rubbelte mit seinen Mäusepfoten wie wild an seinen Ohren und beugte sich wieder zur Schneeflocke hinunter. Es war wirklich so. Sie konnte sprechen.


"Hallo Fritzchen....", und die Schneeflocke lächlte ihn freundlich an. "Hallo, kleine Schneeflocke!" antwortete er. "Du, Fritzchen, ich muß dich um einen Gefallen bitten. Nicht nur ich, auch die vielen anderen Schneeflocken möchten dich um etwas bitten!", sprach die Schneeflocke weiter... "Um was denn, kleine Schneeflocke, wie kann ich dir einen Gefallen tun?" fragte der Mäusemann.
"Siehst du, wie wir Schneeflocken die Erde weich und zart zudecken? Auch wenn wir doch eisig kalt sind, aber die Erde mag es so. Wir sind wie eine warme Decke für sie unter der sie schlafen kann, bis sich die Erde von der vielen Arbeit, während des Frühlings, Sommers und des Herbstes, erholt hat - solange sorgen wir dafür, dass sie sich ausruhen kann und wieder neue Kraft geschöpft hat." "Aha... ich verstehe... ",fragend guckte Fritzchen die Schneeflocke an, denn er wußte nun immer noch nicht, was er mit der ganzen Sache zu tun hatte und womit er den Schneeflocken helfen konnte. Die Schneeflocke sah den fragenden Blick von ihm und sprach weiter:" Heute Nacht, ganz in der Nähe deines Häuschens, ist ein Kind zur Welt gekommen....", die Schneeflocke machte einen kleine Pause und sah sehr traurig aus.

baum1.jpg"Ein Kind?", fragte Fritzchen... "Ja, ein Kind!" "Hmmm....und was ist daran so besonders? Es kommen viele Kinder zur Welt - auch im Winter - daran ist doch nichts besonders. Ich verstehe immer noch nicht, was ich für euch tun kann?", antwortete Fritz. Wobei er sich nicht mehr so ganz wohl fühlte, als er den traurigen Blick der Schneeflocke bemerkte. "Weißt du, es ist ein besonderes Kind, und überhaupt ist alles besonders, was mit dem Kind zu tun hat. Es ist nicht in einem warmen Haus zur Welt gekommen. Es liegt nicht in einer warmen Wiege und hat eine warme Decke... es ist alles ganz anders! Es ist ein einem Stall geboren worden, es liegt in einer Futterkrippe und hat nicht einmal eine warme Decke... wir Schneeflocken hätten das Kind so gerne warm zugedeckt und es weich eingehüllt, aber es würde unter uns frieren und wir würden auf der warmen Haut des Kindes schmelzen. Es wäre also sinnlos und auch noch zum Schaden des Kleinen. Wir haben dich am Fenster sitzen sehen und dachten uns, dass du uns helfen könntest um dem kleinen Kind etwas Gutes zu tun." Die Schneeflocke strahlte den Fritz an und leuchtete noch mehr, als sie es so schon tat. Da begriff Fritzchen, dass er dringend gebraucht wurde. Eine warme Decke - das war das kleinste Problem und schon lief er los und holte seine kuscheligste und wärmste Decke, die er hatte.

Er setzte sich seine Wintermütze auf, zog seinen Mantel an, schlupfte in seine warmen Stiefel und huschte zur Tür hinaus. Da stand er nun und wußte gar nicht, wohin er sollte. Auf einmal vernahm er ein Wispern und Tuscheln und feines Sausen und Brausen. Er glaubte seinen Augen nicht zu trauen, denn da wirbelten tausende von winzigen Schneeflocken vor ihm her und huschten unter seine Schuhe und hoben ihn in die Höhe und mit einem Tempo, dass ihm fast schwindelig wurde, gings durch die Luft. Immer wieder hörte er die feinen Stimmchen, die ihm versicherten, dass er keine Angst haben muß und es war ihm auch nicht Angst. Er fühlte sich sogar richtig sicher. Die Luftreise dauerte nicht lange und er wurde sanft vor einem Stall auf die Erde gesetzt. Er nahm seine Decke fest unter den Arm und ging auf die Stalltür zu. Da sah er das Kind in der Krippe, wie es lächelte, als es ihn ansah und es wurde ihm warm ums Herz. Er war ja nun wirklich kein Riese, aber dass das Kind ihn ansah und auch noch anlächelte, das war einfach etwas besonderes. Er streckte dem Kind die Decke entgegen. Von großen Händen wurde die Decke entgegengenommen. Eine freundlich lächelnde Frau, mit glücklichen Augen nahm sie in Empfang. Sie streichelte dem Fritzchen über sein kleines Mäuseköpfchen, hob ihn mit der anderen Hand hoch und setze ihn auf vorsichtig auf den Krippenrand. Dann deckte sie das Kind mit der warmen Decke vom Mäusemann Fritz zu.

So kam es, dass ein kleiner Mäusemann, dem frierenden Jesuskind, seine Decke und vielen tausende Schneeflocken und den Eltern des Kindes ein frohes Lächeln, schenkte.

Nickname 16.11.2009, 23.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Advent, Advent

kerze.jpg


Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind
vor der Tür.

Nickname 16.11.2009, 23.26 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL