Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Gedichte

23. Dezember: Christkind zündet die Lichter an


Weihnachten

Die Tage kommen, die Tage gehn,
der schönste Tag hat kein Bestehn,
ob Lenz und Sommer schmückt die Welt,
rasch kommt der Herbst ins Stoppelfeld,
es saust, es schneit, es friert; doch dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

O Kindeslust, o Kindertraum,
o liebesheller Weihnachtsbaum!
In dunkle Nächte glänzt dein Licht
so froh voraus, du wandelst nicht;
es sorgt der Mutter Herz, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

Großmama spricht: Nur still, nur still!
Denn wenn ein Kind nicht warten will,
vorwitzig schaut voll Ungeduld,
was dann geschieht, `s ist seine Schuld!
Sitz still ein Weilchen nur, und dann -
das Christkind zündet die Lichter an!

Ihr Hänschen stitzt ihr stumm im Schoß,
macht nur die Augen hell und groß,
hat für sein fragend Kätzchen dort
kein Auge jetzt, kein Schmeichelwort;
Großmutter blickt so lieb und dann -
das Christkind zündet die Lichter an.

Hermann Kletke
 (14. März 1813 - 2. Mai 1886)


Nickname 23.12.2017, 08.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

20. Dezember: Gedicht ZU WEIHNACHTEN


Zu Weihnachten

Das ist der liebe Weihnachtsbaum.
Ja solch ein Baum!
Der grünt bei Schnee, der glänzt bei Nacht
wie die himmlische Pracht,
trägt alle Jahre seine Last,
Äpfel und Nüsse am selben Ast,
Zuckerwerk obendrein -
so müssten alle Bäume sein!
Nun hat ihn gebracht der Weihnachtsmann,
drei Kinder steh'n und seh'n ihn an.

Das erste spricht:
"Der ist doch Weihnacht das Schönste, nicht?"
Das andre: "Woher an Äpfeln und Nüssen
Gold und Silber wohl kommen müssen?
Ich denk mir, das Christkind fasste sie an,
gleich war Gold oder Silber dran."
Das dritte: "Christkind müßte einmal
den ganzen Wald so putzen im Tal;
dann würde gleich aller Schnee zergeh'n,
und dann - das gäb ein Spazierengeh'n!"

Victor Blüthgen


Nickname 20.12.2017, 12.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

11. Dezember: Vorweihnacht

Wie die Zeit fliegt. 11. Dezember und nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Die Vorweihnacht möchte man sich ja eigentlich immer ruhig gestalten und man spricht von der "staaden Zeit", aber leider ist das gar nicht so einfach umzusetzen. Aber irgendwie gehört das inzwischen auch in die Weihnachtszeit, gell? 
Ich hab dir heute ein kleines Gedicht und ein Malblatt mitgebracht - für etwas Ruhe und Gelassenheit. 


Vorweihnacht

Bald ist Weihnacht, wie freu ich mich drauf,
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf,
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern,
wie hab`n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

Volksgut

Hier kannst du die Grafik als PDF herunterladen und in einer gemütlichen halben Stunde und mit etwas Muse den Kranz ausmalen. 



Nickname 11.12.2017, 11.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

9.Dezember: Von Fichten und Lametta

Ich mag Gedichte und ich freu mich, wenn meine Sammlung der Weihnachtsgedichte stetig wächst. Es ist schon eine Weile her, als ich noch Gedichte auswendig lernen musste ;-) Wie ist das bei dir? Dieses kleine Gedicht lässt sich recht schnell einprägen und vielleicht sagst du es am Weihnachtsabend vor dem Christbaum auf. 



Nickname 09.12.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

3. Advent 2015

Es ist Advent

Die Blumen sind verblüht im Tal, die Vöglein heimgezogen;
Der Himmel schwebt so grau und fahl, es brausen kalte Wogen.
Und doch nicht Leid im Herzen brennt: Es ist Advent!

Es zieht ein Hoffen durch die Welt, ein starkes, frohes Hoffen;
das schließet auf der Armen Zelt und macht Paläste offen;
das kleinste Kind die Ursach kennt: Es ist Advent!

Advent, Advent, du Lerchensang von Weihnachts Frühlingstunde!
Advent, Advent, du Glockenklang vom neuen Gnadenbunde!
Du Morgenstrahl von Gott gesendt! Es ist Advent!

Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816 - 1890)



Nickname 13.12.2015, 10.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Weihnachten kommt immer so plötzlich

Der Sommer ist noch nicht ganz zur Türe hinaus,
steht in den Geschäften der Schokolade-Nikolaus.
Auf Lebkuchen darf man nun hoffen:
Es ist November und lichterfrohe Vorbereitungen werden getroffen!
Die Fenster festlich dekoriert und geschmückt,
mit Weihnachtsgrün gar üppig bestückt.
Die Werbung signalisiert jetzt deutlich und klar:
"Weihnachten ist nicht mehr fern - ja, das ist wahr!"
Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern aller Orten
weisen auf das Fest mit Glühwein, Bratwurst und Konsorten.
Geschenke kaufen, verpacken, verstecken
- einen grandiosen Weihnachtsmenüplan aushecken.
15 Sorten Plätzchen sind in Blechdosen verstaut;
sogar einen Marzipan-Stollen hab ich mich zu backen getraut.
Besuche geplant, noch schnell die Oma geladen,
nicht zu vergessen, die Medizin für den verdorbenen Magen.
Während all dem eifrigen Tun der letzen Wochen
sitzt der Stress inzwischen ganz schön in den Knochen.
Ich verlier mich in der Weihnachtskarten-Schreiberei
und frag mich still "Wann ist diese Hektik nur vorbei?".
Der Blick in den Kalender - klärend und nützlich:

"Herrje, warum kommt Weihnachten nur immer so plötzlich?"


Winter City Shadow Box Card von Lori Whitlock


Nickname 23.12.2014, 14.26 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz.
Es war ganz still.
So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte:
"Ich heiße Frieden.
Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden.
Sie wollen mich nicht."
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte:
"Ich heiße Glauben.
Aber ich bin überflüssig.
Die Menschen wollen von Gott nichts wissen.
Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne."
Ein Luftzug wehte durch den Raum und
die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort.
"Ich heiße Liebe.
Ich habe keine Kraft mehr zu brennen.
Die Menschen stellen mich an die Seite.
Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen,
die sie lieb haben sollen."
Und mit einem letzten Aufflackern
war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer.
Es schaute die Kerzen an und sagte:
"Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!"
Und es fing an zu weinen.

Doch da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort.
Sie sagte: "Hab keine Angst, den ich heiße Hoffnung.
So lange ich brenne, können wir auch die anderen
Kerzen wieder anzünden!"

Voller Freude nahm das Kind von der Kerze "Hoffnung"
und zündete die anderen Kerzen wieder an.
Quelle: unbekannt

Nickname 21.12.2014, 09.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vorweihnacht

Vorweihnacht

Bald ist Weihnacht, wie freu ich mich drauf,
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf,
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern,
wie hab´n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

Volksgut


Nickname 16.12.2014, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Weihnachten


 
Zwar ist das Jahr an Festen reich,
Doch ist kein Fest dem Feste gleich,
Worauf wir Kinder Jahr aus Jahr ein
Stets harren in süßer Lust und Pein.
 
O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
Teilt seine lieben Gaben aus.
 
Und ist das Häuschen noch so klein,
So kommt der heilige Christ hinein,
Und Alle sind ihm lieb wie die Seinen,
Die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.
 
Der heilige Christ an Alle denkt,
Ein Jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freu`n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.
 
Hoffmann von Fallersleben
(1798-1872)


Nickname 30.11.2014, 09.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Weihnachtsfreude, ein Gedicht


Am Himmezelt die Sterndal steh`n
Aus de Woikn owa, die Schneeflockerl weh`n
Foin owa auf die schee g`schmückt`n Baam
die in Schongau in de weihnachtlichen Strass`n steh`n daan.

Ganz leis` und sacht` deans owa foin
und in olle G`sichter a Lach`n nei moin.
Warum? Des sog i dir glei`
Weils weihnachtet und schneit -
des gfreit hoit de Leit.
© Beatrice Amberg

... falls dir das Lesen des Gedichts schwer fällt, hör es dir ganz einfach an ;-)




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Nickname 26.11.2014, 11.36 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL