Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Tradition

15. Dezember: Elf on the Shelf


Noch 9 Tage bis Weihnachten und wie sieht es mit dem üblichen Weihnachtsstress aus? Bei mir tobt er arg und so hänge ich mit dem ein oder anderen To-Do mächtig hinterher. Aber ich lass mich nicht beirren ;-)
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Nickname 15.12.2017, 10.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

10.Dezember: Neunerlei

Aus dem Erzgebirge kommt der alte Weihnachtsbrauch NEUNERLEI. Teiweise wird dieser Brauch auch im Vogtland und im Egerland am Heiligabend gepflegt.
Mundartlich "Neinerlaa" wird hier von einem Weihnachtsessen gesprochen, das aus neun Gerichten, oder deren Bestandteilen, besteht. Das kann sehr unterschiedlich gehalten werden.

Hier ein Bespiel (gefunden bei Wikipedia)

Neunerlei-Karte aus der Saigerhütte Grünthal
Ein Beispiel für solch ein Essen wäre Bratwurst mit gekochten Kartoffelklößen, Sauerkraut und darüber zerlassene Butter. Als Nachtisch gibt es Sellerie, dann eine Linsensuppe und zum Schluss Heidelbeerkompott. Brot und Salz stehen immer auf dem Tisch bereit.

Die einzelne Gänge und Zutaten des Menüs haben jeweils eine bestimmte Bedeutung:
  • Bratwurst steht zum Erhalt von Herzlichkeit und Kraft
  • Sauerkraut steht dafür, dass einem das Leben nicht sauer wird
  • Linsen stehen dafür, dass einem das Kleingeld nicht ausgeht
  • Klöße, Karpfen und Hering stehen dafür, dass das große Geld nicht ausgeht
  • Gans, Schweinebraten und Kuhhase stehen dafür, dass einem das Glück treu bleibt
  • Kompott steht dafür, dass man sich des Lebens erfreuen kann
  • Semmelmilch steht dafür, dass man nicht erkrankt
  • Nüsse oder Mandeln stehen dafür, dass der Lebensalltag im nächsten Jahr gut abläuft und
  • Pilze oder rote Rüben schließlich sollen Freude und Glück bringen oder gutes Wachstum für das Getreide bedeuten.

Das Neunerlei soll als Neun-Gänge-Menü serviert werden - das ist wohl sehr wichtig.

So unterschiedlich die Zusammensetzung der Menüs, von Ort zu Ort, von Familie zu Familie, so bilden die Linsen als auch die Klöße, die magische Zahl 9 (Verdreifachung der Hl. Dreifaligkeit: Gott Vater, Sohn und Hl. Geist), die verbindenden Elemente.



Nickname 10.12.2017, 00.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

22. Dezember: Der Mistelzweig

Misteln sind Pflanzen der Gattung Viscum aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Früher wurden die mehr als drei Dutzend Viscum-Arten und die ihnen nahestehenden Gattungen wie z. B. Arceuthobium und Korthalsella in eine Familie namens Viscaceae gestellt. Misteln sind halbparasitische, epiphytische Sträucher. Vor allem in den Tropen und Subtropen kommt diese Lebensform auch in anderen Pflanzenfamilien vor, z. B. in den entfernt verwandten, artenreichen Riemenblumengewächsen (Loranthaceae). Quelle Wikipedia

Diese Beschreibung klingt doch ziemlich nüchtern und so ganz und gar nicht weihnachtlich oder romantisch. 
Schaut man aber nach England und USA findet man in der Weihnachtszeit an Decken und Türrahmen, hübsch aufgeknotet, Mistelzweige. 
"Kiss me under the mistletoe!" so die Aufforderung. Es ist Weihnachtsbrauch sich unter aufgehängten Mistelzweigen zu küssen. Woher dieser Brauch kommt ist unbekannt.  

Der Mistelzweig hat außerdem eine symbolische Bedeutung in der germanischen Mythologie. So tötete der Gott Loki Balder, den Sohn Odins und Friggs, indem er dem blinden Hödr einen Mistelzweig auf den Bogen spannt und auf ihn zielen lässt. Misteln sind Balders "Achillesferse", da alle anderen Elemente der Erde geschworen haben, dem schönen, jungen Gott nichts zu Leide zu tun.

Aber nicht nur in der germanischen Mythologie sind Misteln zu finden. Misteln sind wichtiger Bestandteil eines jeden Asterix-Comics. Sie gehören in den Zaubertrank des Druiden Miraculix. Erst die Misteln verleihen dem Trank und letztendlich den Galliern unglaubliche Kräfte zur Verteidigung des letzten von den Römern noch nicht eingenommenen Dorfes.

Folgende, volkstümliche Bezeichnungen sind der Mistel verliehen: Druidenfuß, Donnerbesen, Hexenbesen, Bocksbutter, Hexenkraut, Wintergrün, Albranken, Vogelkraut oder Kreuzholz.

Um noch einmal auf den botanischen Namen der Mistel "Viscum album" zurückzukommen: Das lateinische Wort Viscum bedeutet so viel wie Leim oder Klebstoff. Zerdrückt man die weißen Scheinbeeren, bleiben Schleimfäden, und zwar ziemlich zähe, an den Fingern kleben. Die Römer vermischten diese Masse mit Honig und anderen Zutaten und nutzten das Ganze als Klebstoff.

Sich unter einem Mistelzweig zu küssen, ist eindeutig die schönere Sache und irgendwie bedeutet das ja auch "aneinander kleben zu bleiben", umgangssprachlich betrachtet: Küssen sich zwei Menschen unter einem Zweig, werden sie ein glückliches Paar.


Nickname 22.12.2016, 17.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Was ist denn heute für ein Tag?

Was für eine Frage, sagst du wahrscheinlich ;-)

Als Leserin der Seite "Kleiner Kalender" bin ich natürlich über alle möglichen und unmöglichen "Festtage" informiert. So ist für den 4. Dezember der "Santa-macht-eine-Liste-Tag"und, in unseren Breitengraden bekannter, der "Barbaratag" eingetragen.

Ihr begegnet bestimmt auch immer wieder der Aussage, was wir so alles aus Amerika übernehmen (mit und ohne Bewertung) und dabei vergisst man, dass gerade Traditionen und Feste aus Europa stammen und mit den Auswanderern in die Vereinigten Staaten gebracht wurden. So auch das Sinterklaasfest, welches in den niederländischen Kolonien gefeiert wurde. Sankt Nikolaus war der Patron von Neu Amsterdam, dem späteren New York. .. beim kleinen Kalender weiterlesen
Was macht nun Santa Claus am Listen-Tag? Nun er schaut, wer brav und weniger brav war und notiert sich dies.  Übersetzt auf den Bischof Nikolaus ist es dann das golden Buch aus dem der Nikolaus bei seinem Besuch in den Familien nachliest.

Zum Barbaratag findet ihr hier , die Legende zum Anhören und hier , ein Gedicht,  im Weihnachtszeitblog.

Ich wünsch euch einen schönen Barbaratag und vll. stellt ihr - dem schönen Brauch folgend - gleich noch ein paar Kirsch- oder Apfelbaumzweige in eine Vase, damit diese zu Weihnachten blühen.



Nickname 04.12.2015, 10.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL